Einträge von AltenoytherTorsten

Bier. Vans. Glück.

Der 28. November steht im Kalender. Dick und fett. Hi! Spencer. Bremen. Ja. Noch Monate hin. Weiß ich. Eigentlich vollkommen bescheuert, sich jetzt schon darauf zu freuen. Vernünftige Menschen würden vermutlich sagen, man solle erst einmal abwarten. Bis November könne schließlich noch einiges passieren. Wetter. Termine. Bahnstreiks. Weltuntergang. Die Deutsche Bahn braucht für eine Katastrophe […]

Nicht in Seatle

Ich hab etwas gelernt. Die besten Geschichten beginnen selten vernünftig. Sie beginnen nachmittags und enden nachts. Mit zu lauter Musik. Mit einer Nachricht, die man eigentlich nicht mehr erwartet hatte. Mit einem Blick, der eine Sekunde zu lange bleibt. Mit zwei Menschen, die beide so tun, als wäre das hier gerade alles völlig harmlos. Ist […]

Wo es begann.

Ich weiß nicht mehr genau, welcher Song zuerst lief. Vielleicht Madsen. Vielleicht Hi! Spencer. Vielleicht irgendwas mit Gitarren, das schon in den ersten zehn Sekunden klang, als würde gleich jemand eine Tür eintreten, hinter der ich jahrelang gesessen hatte. Ist im Grunde auch scheißegal. Wichtig ist nur: Die Musik war laut. Echt keine Hintergrundmusik. Nicht […]

Autonomie.

Ich saß letztens, an einem Freitag im Zug und wusste nicht genau, ob das, was ich gerade machte, vernünftig war. Das kommt inzwischen häufiger vor. Ich steige irgendwo ein, fahre los, buche ein Hotel oder beschließe am Abend, am nächsten Morgen knapp 300 Kilometer mit Regionalzügen zu fahren, um irgendwo eine Pizza zu essen. Nicht […]

Milchglas

Es rasen die Zeiger der Uhr. Draußen fahren die Erntemaschinen über die Dorfstraßen. Mähdrescher, so groß, dass man sich bei Gegenverkehr kurz überlegen muss, ob der Straßengraben nicht vielleicht doch ganz gemütlich aussieht. Dahinter Traktoren mit Anhängern. Voll mit Korn. Für Brot. Für Kuchen. Für Nudeln. Für Tierfutter. Für Dinge, über die man sich beim […]

Es liegt nicht an dir.

Vorgestern stand ich allein in einem Laden für Outdoorbekleidung in Oldenburg. Und allein ist in solchen Läden ein gefährlicher Zustand. Zumindest für Menschen wie mich. Weil niemand neben einem steht und sagt: „Torsten, leg das Messer wieder hin. Du brauchst kein Messer, mit dem man vermutlich einen Elch erlegen könnte. Du willst nur in den […]

0 von 100.

Bis 2014 habe ich das Marketing für eine Bank gemacht. Das klingt erst einmal vernünftig. Nach Schreibtisch. Nach Besprechungsraum. Nach einem edlen Kugelschreiber mit Logo. Nach einem Leben, bei dem Menschen morgens wissen, wo sie parken und abends wissen, warum sie müde sind. Also nach etwas, das mir rückblickend fast verdächtig geordnet vorkommt. Danach habe […]

Nicht irgendwann.

Es ist kurz nach acht. Ich sitze in einer kleinen Bäckerei. Nicht in so einer Bäckerei, die aussieht, als hätte ein Innenarchitekt vorher drei Wochen überlegt, wie Brot möglichst skandinavisch wirken kann. Sondern in einer normalen Bäckerei. Mit kleinen Tischen, hellen Lampen, einer Theke, hinter der Menschen arbeiten, die morgens vermutlich schon mehr Sätze gehört […]

100 Dinge.

Ferdinand sagte das jetzt echt nicht feierlich. Das war das Gemeine daran. Er sagte es nicht an einem Kamin, nicht bei Regen am Fenster und auch nicht mit dieser Stimme, die Menschen manchmal benutzen, wenn sie glauben, gerade etwas gesagt zu haben, das später auf eine Postkarte gedruckt werden könnte. Nee. Ferdinand sagte es nebenbei. […]

Sechs Normale.

Kurz vor acht. Vor der Bäckerei standen ein paar ältere Herren, die sich dort nicht verabredet hatten, sondern einfach vom Leben dort abgestellt worden sind. Jeder mit seiner eigenen Haltung zum Sonntag. Einer mit verschränkten Armen. Einer mit den Händen auf dem Rücken. Man kennt das. Und einer mit einem Blick, der bereits mehr über […]