KANNSTE DIR NICHT AUSDENKEN.
Ein Newsletter mit Geschichten von Menschen, die ihre Brille suchen, während sie sie tragen. Von tollen Nachbarn. Von Schwiegermüttern mit unbegrenzter Sendezeit, die auf jede Frage eine Antwort haben und auf jede Antwort noch eine bessere. Von Kaffee, Zigaretten, Zugfahrten und dem ganz normalen Wahnsinn des Alltags.
NICHTS VERPASSEN:
Unterwegs gesehen.
NICHT IRGENDWANN
Deine Bucket-List für ein echtes Leben
Es gibt Wörter, die klingen nach Möglichkeit, sind aber eigentlich scheiße. „Nur“ ist so ein Wort. Aber schlimmer ist „irgendwann“. Irgendwann verreise ich. Irgendwann schreibe ich ein Buch. Irgendwann sage ich, was ich wirklich denke. Irgendwann mache ich etwas Verrücktes, aber bitte erst, wenn Konto, Wetter, Rücken und innere Verfassung damit auch wirklich einverstanden sind.
Dieses Buch heißt deshalb NICHT IRGENDWANN. Es ist eine Bucket-List. Nicht, weil du ab morgen barfuß durch Patagonien laufen und dabei deine Kindheit aufarbeiten musst. Es geht einfacher. Du schreibst auf, was du erleben willst. Nicht, was vernünftig klingt. Nicht, was andere erwarten. Sondern das, was in dir leise randaliert.
Erst ganz unsortiert. Dann als Liste mit 100 Dingen. Große. Kleine. Dumme. Mutige. Vielleicht auch welche, bei denen man später sagt: „War unnötig, aber schön.“ Aber genau darum geht es. Um ein Leben, das nicht nur geplant, sondern gemacht wird. Wobei: nicht irgendwann. Genau das hatten wir ja gerade geklärt.
Der Aufbau ist simpel. Zuerst gibt es Platz zum Brainstormen. Dann wird sortiert. Und für jedes Ziel, jedes Vorhaben, jedes Projekt gibt es eine eigene Doppelseite. Also nicht einfach nur eine weitere Liste, die später beleidigt in einer Schublade liegt, sondern ein echter Fahrplan.
Torsten Luttmann
Geboren 1981. Ausbildung im Groß- und Außenhandel. Lagerhallen. Paletten. Staub in der Luft. Holzsplitter in den Händen. Zahlen auf Papier. Später Marketing in einer Bank. Stabsabteilung. Anzüge. Sitzungen. Termine. Jahre mit Ordnung, aber wenig Substanz. Das ist vorbei. Heute schreibt und fotografiert er. Meist aus der Nähe der Dinge. Ein Tisch. Eine Tasse Kaffee. Rauch im Licht. Hände, die etwas festhalten oder loslassen. Die Kamera ist dabei, aber nicht im Weg. Sie wartet, bis ein Moment still genug wird. Kein großes Ereignis. Eher ein Blick. Eine Bewegung. Eine Pause zwischen zwei Sätzen. Er schreibt darüber. Nicht als Erklärung. Mehr wie eine Spur. Kleine Augenblicke, die sonst verschwinden würden. Schwarzer Kaffee. Echte Momente. Geschichten, die bleiben, wenn der Lärm draußen kurz aufhört.


