Wildwald
Warmes Licht zwischen dunklen Bäumen.
Der Weihnachtsmarkt begann mit Licht. Warmes Licht zwischen dunklen Bäumen. Feuerstellen, die langsam größer wurden, je näher man kam. Es roch nach Glühwein und Apfel-Zimt-Punsch, nach Holzrauch, nach Fett, das auf heißen Platten zischte. Stimmen lagen in der Luft, viele, aber keine dominant. Kinder blieben stehen, schauten, zogen an Ärmeln. Erwachsene hielten Becher in den Händen, suchten Wärme, Gespräche, kleine Pausen. An den Ständen erklärten Menschen geduldig ihre Arbeit. Holz, Keramik, Schmuck, Dinge, die nicht schnell entstanden sind. Viele schauten. Manche kauften. Beides hatte hier Platz. Das Feuer knackte, Funken stiegen auf, irgendwo wurde gelacht, irgendwo still genickt. Der Markt war kein Trubel, sondern ein Gehen und Bleiben. Ein paar Schritte vor, ein paar zurück. Man ließ sich treiben, blieb hängen, ging weiter. Weihnachten zeigte sich hier nicht laut, sondern in Details. In Lichtern, die nicht blenden wollten. In Wärme, die man teilen konnte. Und in dem Gefühl, dass es für diesen Moment nichts anderes brauchte. Es war ein wirklich schöner Tag im Wildwald.












































