12. Dezember 2022

Ein Besuch bei den Gibbons ist eben doch etwas anderes.

An den Tagen vor Weihnachten ist es oft so, dass sich überall kleine Türen öffnen. Neugierig sitzen Kinder, aber auch Erwachsene, vor den Adventskalendern und schauen gespannt, was sich hinter diesen Türen verbirgt. Doch natürlich gibt es auch Türen und Tore, die in diesen Tagen geschlossen bleiben und vielleicht fragen sich einige, was sich zu dieser Zeit hinter diesen Toren zutragen könnte. Eines dieser Tore befindet sich in Thüle. Bereits Anfang Oktober hat sich der Tier- und Freizeitpark Thüle in die Winterpause verabschiedet und seitdem ist der Park unzugänglich.     

Nun könnte der Eindruck entstehen, die Wintermonate im Tier- und Freizeitpark Thüle sind ruhig und gelassen. Sicherlich, wenn die Besucherströme ausbleiben, herrscht eine gewisse Gelassenheit im Park, doch von Ruhe ist in den Gängen, vor den Gehegen, auf den Spielplätzen, als auch im Freizeitbereich keine Spur. Auf dem über 17 ha großen Gelände herrscht emsiges Treiben, denn schließlich möchte die kommende Saison, die ab März 2023 beginnt, ausgiebig vorbereitet werden. Darüber hinaus wollen die Tiere, wie in den Sommermonaten, selbstverständlich versorgt werden. Die Arbeit im Park nimmt im Winter nicht ab. Im Gegenteil. Ich würde sogar behaupten, dass diese Monate oftmals arbeitsintensiver sind, was nicht zuletzt mit den zahlreichen Veränderungen einhergeht, die zwischen Oktober und März im Tier- und Freizeitpark Thüle stattfinden.  

Mein Arbeitsjahr findet ein Ende.

Im Gegensatz zu den Tierpflegerinnen und Tierpflegern, die sich auch an den kommenden Feiertagen mit voller Hingabe um das Wohl der Tiere kümmern, endet mein Arbeitsjahr so langsam. Einige Unternehmen kümmern sich bereits um den Jahresabschluss, andere stecken gerade in der Hochsaison. Dementsprechend wird es für mich ruhiger, was ich sicherlich nicht als Nachteil betrachten möchte. Und dennoch führt mich mein Weg in diesen Tagen hin und wieder Richtung Thüle. Im Park schaue ich mir das bunte Treiben an, halte einige Arbeitsschritte in Bildform fest und erzähle mit meinen Bildern vom Arbeitsleben dort. Genau das ist der Grund, warum ich gerade diese Zeilen schreibe. Dieser Beitrag ist kein bezahlter Beitrag, sondern viel mehr ein kleiner Einblick in mein persönliches Arbeitsleben. Der Tier- und Freizeitpark Thüle gehört zu meinem Kundenkreis und hier gibt es für mich, über das ganze Jahr gesehen, etwas zu tun.

Im Njordland, dem großen Wikingerspielplatz des Parks, geschieht zum Beispiel gerade jede Menge. Wie es sich nämlich für ein großes Wikingerdorf gehört, entsteht hier ein riesiger Hafen. Eine Spielplatzlandschaft mit Schiffen und Boten. Mit Plattformen und Tauen, auf denen die großen und kleinen Nordfrauen und Nordmänner nach Herzenslust Abenteuer erleben dürfen. Die Schließung des Parks im Winter erweist sich deshalb als große Erleichterung für die Handwerker, die auch an den kalten Tagen emsig damit beschäftigt sind, die Spielgeräte aus Holz aufzubauen. 

Es ist schon erstaunlich und gleichzeitig beeindruckend, wie sehr sich der Park in den letzten Jahren verändert hat. Neben vielen neuen Attraktionen, die den Besucherinnen und Besuchern viel Spaß und Freude bereiten, werden auch die Gehege der Tiere ständig verbessert und erweitert. Schon lange geht es nicht mehr darum, den Gästen des Parks möglichst viele Tiere zeigen zu können, sondern viel mehr steht das Tierwohl als auch die Nachhaltigkeit im Fokus der Betreiber. Aus diesem Grund wurden auch einige Gehege, die in die Jahre gekommen wurden, einfach abgerissen. Die freigewordenen Flächen werden allerdings nicht mit neuen Gehegen überplant, sondern viel mehr dafür genutzt, das landschaftliche und natürliche Erscheinungsbild des Parks zu verbessern. Zu viel verraten möchte ich an dieser Stelle allerdings nicht.  

Was ich aber verraten kann ist, dass sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Wintermonaten nicht nur um das Wohl der Tiere kümmern. Nein, auch der Park als Ganzes wird gepflegt. Die zahlreichen Wegstrecken werden vom Laub befreit, die Fahrattraktionen überprüft als auch gewartet und an allen Ecken wird daran gearbeitet, dass das gesamte Gelände, pünktlich zum Saisonstart im März 2023, in einem frischen und sauberen Glanz erstrahlt. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass sich die Geschäftsführung des Parks für das neue Jahr wieder etwas ganz Besonderes einfallen lassen wird.  

Tier- und Freizeitpark Thüle

Weihnachten steht vor der Tür

Auch in den Büros des Tier- und Freizeitparks Thüle steht die Zeit in den Wintermonaten natürlich nicht still. Gerade jetzt, vor Weihnachten, herrscht hier reger Betrieb. Neben den Planungen für das kommende Jahr, sind die bevorstehenden Feiertage ein Thema. Ein beliebtes Weihnachtsgeschenk sind nämlich die Saisonkarten des Parks, mit denen man innerhalb der Saison und zu den jeweiligen Öffnungszeiten den Park kostenlos betreten und selbstverständlich die zahlreichen, verschiedenen Attraktionen nutzen kann. So ist es, mit dieser Karte möglich, „mal schnell“ in den Tierpark zu fahren, um ein oder zwei Stunden zu toben, zu erleben oder einfach mal kurz bei den Wasserbüffeln oder im Ziegengehege abzuschalten. Ehrlich gesagt, für mich persönlich ist so ein kleiner Spaziergang durch den Tier- und Freizeitpark nach Feierabend zuweilen ein wahrer Stresskiller. 

Natürlich kann ich auch durch den nahgelegen Wald oder an der Talsperre spazieren, denn der Tier- und Freizeitpark Thüle liegt mitten im Erholungsgebiet der Thülsfelder Talsperre. Aber ein kleiner Gang an den Kune-Kune Schweinen vorbei, mit einem Abstecher zu den Kattas und einem Besuch bei den Gibbons ist eben doch etwas anderes.